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Leserbrief
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Geschrieben von: Dr. Klaus Erlenkamp
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Sonntag, 21. Februar 2010 um 22:05 |
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Es ist schon merkwürdig, dass die Politik dem Theater die führenden Köpfe nehmen möchte Fängt so die Abwicklung des Theaters an? Mit weniger Geld soll bessere Qualität erreicht werden? Kaum zu glauben. Aber das kommt heraus, wenn Laien über Kunst entscheiden. Leute, die wahrscheinlich noch nie oder zumindest nicht regelmäßig die Konzerte der Brandenburger Symphoniker besucht haben. Allerhöchsten solche Highlights, bei denen unsere Stadtoberen sich Medien gerecht in Szene zu setzen verstehen.
Das Orchester ist eines der wenigen Juwelen des Provinznestes Brandenburg an der Havel. Die Stadt Brandenburg kennt eh kaum jemand und wird zumeist mit dem Land verwechselt. Und da riskiert man auch noch diese Perle. Ich weiß nicht, wie viel Prozent der Inhaber eines Konzertanrechts sich über Gastdirigenten freuen. Aber sicher ist, dass die meisten dieser Liebhaber der klassischen Musik auf Herrn Helmrath nicht verzichten wollen.
Und besonders nicht auf die natürliche und freundliche Art ihres Dirigenten, sichtbar auch z. B. beim Havelfest. Und alles neben dem unbestritten hohe Niveaus, welches er mit seinen Symphonikern erreicht hat. So ein Dirigent ist nicht irgendjemand, er ist ein Zauberer, ein Schamane. Das Anrechtspublikum ist auch in Brandenburg nicht mehr das jüngste und wird diese Art der Auswechslung ihres geliebten Dirigenten kaum wohlwollend begleiten, vielleicht auch nicht mehr mitgehen wollen. Man wechselt auch nicht einfach den Hausarzt, heutzutage schon gleich gar nicht. Ich denke, damit verprellt die Politik auch noch ihre letzten Fans aus dem Bildungsbürgertum. Vielleicht ist es gewollt. Es ist nicht zu fassen. Und man kann sich nicht mal in der Wahlkabine gegen solch schlechte Politik wehren, da angeblich der Beschluss im Aufsichtsrat einstimmig gefasst wurde. Es sollte massive Proteste der Helmrath-Fans geben, Unterschrifteinsammlungen oder Ähnliches. Ich bin verwöhnt von der Dresdner Philharmonie, aber in Brandenburg habe ich mich in kleinerem Rahmen immer irgendwie an meinen Dresdner Kulturpalast erinnert gefühlt.
Die PNN vom 20.02.2010 schreibt „Die klangliche und interpretatorische Qualität der Symphoniker, die man derzeit hören kann, war in Brandenburg noch nie zu erleben. Gute Kontinuität sollte man nicht zerstören.“ Wo bleibt die Stellungnahme des „Fördervereins der Brandenburger Symphoniker“ und „Der Freunde des Brandenburger Theaters“? Dr. Klaus Erlenkamp
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